Vorab: Für die Studie wurde Gelegenheitssex als Sex mit jemandem definiert, den man erst kürzer als eine Woche kennt. Mehr als 3.900 US-amerikanische Studenten wurden im Rahmen der Studie zu ihrem Sexualverhalten und ihrem psychischen Wohlbefinden befragt.

Psychische Belastung durch Gelegenheitssex?

Manch ein Single wird um seine Unabhängigkeit beneidet und sicherlich zum Teil auch dafür, dass es sich prinzipiell mit jedem x-beliebigen Partner vergnügen kann. „Ist doch eigentlich ganz spannend, mit jemandem ins Bett zu gehen, den man kaum kennt!“, mag manch einer behaupten. Schließlich soll der Sex mit einem Fremden bzw. einer Fremden nicht umsonst eine der angesagtesten Phantasien in deutschen Schlafzimmern sein.

Tatsächlich scheint Gelegenheitssex für die Mehrheit der Studien-Teilnehmer aber nicht die erhoffte Bestätigung zu bringen, denn für die Mehrheit ging der Gelegenheitssex stattdessen mit einem verminderten Wohlbefinden und sogar einer erhöhten psychischen Belastung einher. Für Sexualtherapeuten ein eindeutiges Indiz: Häufig wechselnde und nur kurzzeitige Sexualpartner könnten beispielsweise zu Angststörungen führen und Suchterkrankungen begünstigen.

Gelegenheitssex kann zu Depression führen

Häufiger Gelegenheitssex soll vor allem eines bringen: Befriedigung. Auf Dauer tritt diese aber nicht ein. Ein mögliches Resultat: Depressionen. Auch innere Spannungszustände lassen sich durch oft wechselnde Sexualpartner nicht unbedingt – wie häufig erhofft – abbauen.  

Eine dauerhafte Erleichterung stelle der Gelegenheitssex letztlich nicht dar. So könne er auch nicht dazu dienen, sogenannte „Gefühlsdefizite“ auszugleichen. Eigentlich logisch, denn mit partnerschaftsähnlichen Emotionen haben kurzzeitige Bettgeschichten meist wenig zu tun. Ebenso wenig dauerhaft wie der Gelegenheitssex an sich ist dann eben auch der Zustand der Glückseligkeit.

Aber Vorsicht: Verallgemeinern kann man die Studienergebnisse natürlich nicht. So weisen Experten auch darauf hin, dass häufiger Gelegenheitssex auch etwas mit einem aktuellen Trend zu tun haben könnte. Schließlich sind monogame Beziehungen nicht mehr das einzige gesellschaftliche Ideal. Eine promiskuitive Lebensweise kann entsprechend auch einen erfüllenden Aspekt haben.

Wer prinzipiell ohnehin eher nach einer festen Partnerschaft sucht, wird in Gelegenheitssex wahrscheinlich aber wenig Erfüllung finden.

Was ist deine Meinung: Macht Gelegenheitssex glücklicher als eine feste Beziehung?

Quelle: pressetext