Nun ist es bewiesen: Blickkontakt ist geschlechterspezifisch verschieden. Männer und Frauen haben ganz unterschiedliche Präferenzen, wohin ihr erster Blick beim anderen Geschlecht geht. Eine britische Studie konnte nun mit dem Vorurteil aufräumen, dass Männer den Damen gleich als erster auf den Busen schauen.

Schau mir in die Augen!

Tatsächlich ergab die Studie, dass Männer ihren Blick bei Frauen zu aller erst auf die Augen richten. 80 Bilder mit verschiedenen Motiven wurden sowohl Frauen als auch Männern vorgehalten, um ihre Blickrichtung zu analysieren. Frauen richten ihren Blick dagegen eine Etage tiefer. Nein, nicht das, was du jetzt denkst: Sondern auf Nase und Mund. Männer und Frauen scheinen bei der Frage nach wichtigen Merkmalen einen entsprechend unterschiedlichen Fokus zu setzen.

Frauen werden länger angeschaut

Die Studie ergab aber noch andere interessante Ergebnisse: Die Bilder von Frauen wurden nämlich generell länger angeschaut. Und das nicht nur von den Herren der Schöpfung. Auch Frauen schenkten ihren Geschlechtsgenossinnen mehr Aufmerksamkeit. Aber: Während der Blick der Männer an den Gesichtern der Damen hängen blieb, musterten die Damen gleich den gesamten Körper der abgebildeten Frauen.

Frauen gehen Bedrohung aus dem Weg

Die Wissenschaftler, die die Studie leiteten, sind sich sicher: Der direkte Blick in die Augen dient nicht nur der Abschätzung der aktuellen Situation, sondern kann auch Aggression signalisieren. Wie im Tierreich kann ein Blick in die Augen als Herausforderung zum Kampf verstanden werden. Wer kennt ihn nicht, den Spruch „Was guckst du so?!“. Männer gingen das Risiko dieser Herausforderung eher ein, während Frauen dem eher aus dem Weg gehen. Der direkte Blick in die Augen eines Unbekannten wird von Frauen daher eher vermieden.

Hand aufs Herz: Wo guckst du bei einem unbekannten Gegenüber als erstes hin?