Wer eine Affäre führt, hat im ersten Moment nicht den Gedanken, daraus könnte sich die große Liebe entwickeln. Unabhängigkeit, Ungezwungenheit, Abenteuerlust, Diskretion machen den Reiz aus, der die Affäre von einer festen Partnerschaft unterscheidet. Das rein körperliche Verlangen soll gestillt werden, ganz ohne die Verpflichtungen, die sich durch eine Beziehung ergeben. Den einen macht es nicht im Geringsten etwas aus, sich auf einen Partner einzustellen und zugunsten der Liebe die Gewohnheiten zu ändern. Anderen dagegen ist ihre Individualität heilig, sie wollen unabhängig bleiben, auf die Vorzüge einer erfüllten Sexlebens aber dennoch nicht verzichten. Der beste Kompromiss: Eine Affäre. Aber nicht immer bleibt es nur bei körperlicher Nähe. Was, wenn sich doch Gefühle einstellen?

Gefühle gefährden die Affäre

Wenn der/die eine merkt, dass sich doch Gefühle einstellen, die über die körperliche Anziehung hinausgehen, stellt er/sie sich erst einmal die Frage: Gestehe ich mir meine Gefühle ein und gefährde dadurch die Affäre?

Ist man sicher, dass das Gegenüber keinerlei Gefühle entwickelt hat, sollte man die Reißleine ziehen und die Affäre beenden, bevor sich auf der eigenen Seite die Gefühle verstärken. Bei Unsicherheit oder gar ersten Anzeichen, dass das Gegenüber auch mehr empfinden könnte, lohnt es sich manchmal, einen anderen Weg einzuschlagen.Wer eine Affäre zu einer Beziehung machen will, muss zu seinen Gefühlen stehen.

Die sexuelle Basis ist bereits geschaffen, häufig geht diese durch die gemeinsame Zeit aber dennoch in die Kommunikationsebene über. Hier stellen beide Beteiligten vielleicht fest, dass es doch mehr als nur sexuelle Anziehung gibt, die die beiden verbindet. Man lernt einander vielleicht näher kennen, wenngleich das Kennenlernen durch die knappe Zeit, bei der der Sex im Vordergrund steht, sich über eine längere Zeit erstreckt. Wer feststellt, dass eine feste Partnerschaft vielleicht doch nicht so abwegig ist, kann versuchen, aus den Sextreffen mehr zu machen und auch außerhalb des Bettes mehr Zeit miteinander zu verbringen.

Die Affäre auf eine andere Ebene bringen

Im Bett lässt sich meistens nicht gleich feststellen, ob man auch charakterlich zueinander passen könnte. Gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Schlafzimmers sind deshalb die beste Möglichkeit, um die Affäre auf eine andere Ebene zu bringen und einander ganz „unintim“ anders kennenzulernen.

Wichtig ist außerdem, dem Gegenüber zu signalisieren, dass mehr Interesse besteht. Anderenfalls sieht er/sie keine Notwendigkeit auch außerhalb der Affäre Dinge zu unternehmen und die „Verletzungsgefahr“ des emotional involvierten Partners steigt. Um dem vorzubeugen, ist Offenheit die sinnvollste Option. So weiß das Gegenüber, woran es ist und kann selbst entscheiden, ob er/sie zu dem Versuch bereit ist, mehr aus der Affäre zu machen.

Mach mehr draus!

Lässt dein Gegenüber sich darauf ein, sollte man sich Zeit lassen und nicht von jetzt auf gleich in die Beziehungsschiene verfallen. Das könnte überrumpelnd wirken und den Partner/die Partnerin abschrecken. Kommt man auch außerhalb des Bettes gut miteinander aus, sollte man zwischendurch klären, wo man gerade steht. Und sollte das Gefühl bestehen, es gäbe auch als Paar eine Basis, kann man das auch offen äußern. So kann aus der Affäre auch eine Beziehung werden.

Glaubst du, dass aus einer Affäre eine Beziehung werden kann?