Pelz als armes Statussymbol

Pelz galt schon immer als Statussymbol und ist dementsprechend teuer, so dass nur den Vermögenden das Tragen von Pelz vorbehalten ist. In Europa wurde Pelz noch nie getragen um sich vor der klirrenden Kälte zu schützen, sondern vielmehr um damit anzugeben und anderen seinen Wohlstand auf die Nase zu binden. Das wärmende Fell wird und wurde nicht nach innen, sondern nach außen getragen. Es geht also um die reine zur Schaustellung seines Geldes und nicht darum, sein Überleben zu sichern, weil man sonst erfrieren würde.

Pelztierfarmen

Die Tiere, die in Gefangenschaft gehalten werden, denn von Leben kann hier keine Rede sein, hausen miserabel und tierunwürdig. Auf kleinstem Raum werden sie in Drahtkäfigen aus Gitterrosten zusammengepfercht. Tiergerechte Haltung sieht anders aus. Die freiheitsliebenden Nerze sind in ihrer natürlichen Umgebung Einzelgänger und reagieren daher aggressiv wenn es zu einer Begegnung außerhalb der Paarungszeit kommt. In den Farmen geht es aber darum, möglichst viele Tiere in einem Käfig unterzubringen, denn das spart Platz und ermöglicht auf kleinstem Raum den größtmöglichen Gewinn.

Die Herstellung

Um einen Nerzmantel herstellen zu können, müssen 40- 60 Nerze getötet und enthäutet werden. Bei einem Mantel aus Waschbären müssen 30-50 Tiere dran glauben und um einen wunderschönen Mantel aus Eichhörnchen zu bekommen, müssen über 100 Tiere sterben. Natürlich kommt es immer auf die Größe des Gegenstandes an, der daraus hergestellt wird.

Die Enthäutung

Wen die Käfighaltung noch nicht abgeschreckt hat, der bekommt vielleicht bei der Enthäutung der Tiere ein schlechtes Gewissen. Natürlich gibt es nicht nur eine grausame Art die verschiedenen Tierarten zu töten. Das Fell muss selbstverständlich in einem top Zustand sein, da spielt die Qual der Tiere leider keine übergeordnete Rolle.

Den Füchsen wird bei lebendigem Leibe der Mund zugehalten und parallel ein Stab mit 240 Volt in den Anus gesteckt, um sie innerlich zu verbrennen. Hauptsache das Fell sieht danach noch gut aus.
Die Nerze werden mit mehreren Tieren in eine Tötungskiste gestopft und dann durch Auspuffgase vergast. Schnell und Schmerzlos sieht anders aus.

Denn nicht selten leben die Tiere nach ihrer Enthäutung noch eine Weile weiter. Sie schreien um ihr Leben. Sie zucken die letzten Male und erst dann sind sie frei, denn sie sind endlich TOD! Nicht mal der schnelle, schmerzlose Tod wird ihnen gegönnt. Leiden bis zum letzten Atemzug, das ist die Devise auf den Pelzfarmen. Ein Martyrium, das man nicht mal seinem größten Feind wünscht, müssen täglich tausende von unschuldigen Tieren durchleiden.

Die Pelzträgerin

Die große Frage, die bleibt: Warum wird überhaupt noch Pelz getragen? Wer kann sowas noch unterstützen?

Frauen sind die Anführerinnen des Pelztragens. Gerade jetzt im Winter sieht man wieder viele ältere Damen mit Pelz. Die jüngere Generation schneidet da leider nicht besser ab. Da ist es vielleicht nicht der komplette Mantel, der aus toten Tieren besteht, aber Westen und Accessoires sind nicht besser. Vielleicht günstiger, aber totes Tier, bleibt totes Tier.

Also müssen die Designer aufhören in ihren Kollektionen echten Pelz zu verarbeiten. Denn ohne Produktion, kein Produkt, das gekauft werden kann. Und was ist so schlimm an Kunstfell? Weil kein Tier dafür sterben musste, ist es nicht gut? Wo leben wir eigentlich?

Wenn ihr helfen wollt und noch mehr Informationen zum Thema Tierschutz sucht, dann schaut direkt bei der Tierschutzorganisation vorbei.

www.peta.de