Unbewusst hat Werbung mehr Einfluss auf unser Denken als uns lieb ist. Eine Studie der Durham University fand mithilfe von 100 Probandinnen heraus, dass die Werbeindustrie einen großen Einfluss auf das vorherrschende Schönheitsideal hat.

Werbung kann Schlankheitswahn entgegenwirken

Um den allgegenwärtigen Schlankheitswahn und den Druck, dem sich Frauen damit aussetzen, zu verändern, kann die Werbung einfache Mittel ergreifen. Für die Studie wurden den 100 Frauen vermehrt Bilder von Models mit Übergrößen gezeigt. Die Folge: Die Besessenheit von schlanken, zierlichen Körpern nahm mit der Zeit ab. Umgekehrt wurde auch getestet, was passiert, wenn die Probandinnen vermehrt mit schlanken Models konfrontiert werden. Die Testpersonen favorisierten daraufhin wieder die dünnen Frauen.

Mit dem Ergebnis soll die englische Regierung auf die aktuelle Werbegestaltung aufmerksam gemacht und eine normierte Darstellung des Frauenkörpers in den Medien erzielt werden.

Unrealistische Darstellung in der Werbung

Allein der Werbebranche die Schuld für Essstörungen und Schlankheitswahn in die Schuhe zu schieben, ist natürlich Unfug. Nichtsdestotrotz wäre es begrüßenswert, wenn uns die Werbung künftig ein realistischeres Bild vermitteln würde. Letztlich profitiert die Werbeindustrie auch davon: Denn mit Normalo-Frauen können sich Konsumentinnen meist ohnehin besser identifizieren.

Statt auf idealisierte Frauenkörper zu setzen, sehen Experten die Zukunft eher in der Vielfalt. Durch die Verbreitung möglichst unterschiedlicher Menschen in den Medien könnte ersichtlich werden, dass Schönheit relativ ist. Über längere Zeit wäre eine Bewusstseinsänderung dadurch denkbar.

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Quelle: pressetext