Dass es sich bei Ostern um einen christlichen Feiertag handelt, an dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Bei der Frage, wo das Wort „Ostern“ eigentlich herkommt, hört das Allgemeinwissen meist schon auf. Von der Frage danach, welchen Zusammenhang Osterhase und Ostereier eigentlich zum christlichen Feiertag haben, mal ganz zu schweigen. Wir verhelfen dir zum vollen Durchblick.

 

Wieso heißt „Ostern“ eigentlich „Ostern“?

Du hast dich schon immer gefragt, wieso „Ostern“ überhaupt „Ostern“ heißt? Darüber herrscht allgemeine Verwirrung. Einerseits geht man davon aus, dass das Wort aus dem Indogermanischen stammt und auf einen Begriff zurückgeht, das „Morgenröte“ bedeutete. Da das leere Grab Jesu am frühen Morgen entdeckt wurde, liegt diese Verbindung nahe. Eine weitere Annahme ist, dass „Ostern“ auf den Namen einer Licht- und Fruchtbarkeitsgöttin zurückgeht, die an Ostern gefeiert wird.  Und hier kommen wir auch gleich schon auf den Osterhasen zu sprechen. Der Hase gilt als besonders fruchtbar und bot sich als Symbol für Fruchtbarkeit aber auch Wiedergeburt und Auferstehung an. Die christliche Kirche übernahm schlichtweg im Mittelalter das Symbol und der Osterhase war geboren. Richtig populär ist der drollige Osterei-Bote aber erst seit dem 17. Jahrhundert. Das possierliche Tierchen, das im Frühjahr auch für das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf steht, hält sich oft in der Nähe von Menschen auf. Auch deshalb durfte der Hoppler den Erwachsenen in ihrer Erklärungsnot gegenüber den lieben Kleinen als Grund für die vielen bunten Eier im Garten herhalten. Denn dass Hühner keine bunten Eier legen, weiß doch jedes Kind. Da ist die Erklärung, dass der Hase die Eier anmalt und versteckt, doch viel logischer. Manch ein Erwachsener wünscht sich da doch gleich die kindliche Phantasie zurück.

 

Wie kam das Ei zu Ostern?

Wir klären das Mysterium rund um das Osterei auf! Das Ei ist schon im Frühchristentum Sinnbild für Leben und Auferstehung. Es schließt durch seine Schale Leben ein, ähnlich wie ein Grab. Schon damals wurde es aufgrund dieser Deutung den Toten mit ins Grab gegeben. Auf die Frage, ob zuerst das Huhn oder die Henne da war, wird jeder schon einmal gestoßen sein. Auch daraus lässt sich die Verbindung zu Ewigkeit und Auferstehung herleiten. Das Ei als Fruchtbarkeitssymbol und Siegessymbol des Lebens über den Tod konnte sich offensichtlich durchsetzen und ist zusammen mit dem Osterhasen an Ostern nicht mehr wegzudenken.

 

Wieso färbt man eigentlich Eier an Ostern?

Die Idee, Eier mit Farbe zu verzieren, gab es schon lange, bevor sich die Kirche eine entsprechende Erklärung dafür einfallen ließ. Damals wurden Eier aus künstlerischen Gründen verziert, je nachdem welche Färbemittel zur Verfügung standen. Inzwischen werden verschiedenen Farben auch unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben, etwa grün als Symbol für Jugend und Unschuld oder Orange für Kraft und Ehrgeiz. Das Christentum erfand im Laufe der Zeit eine Erklärung für die gefärbten Eier. Nach der Entdeckung des leeren Grabes Jesu soll Maria Magdalena zum römischen Kaiser gegangen sein, um ihm von der Auferstehung zu berichten. Der soll ihre Aussage für Unfug gehalten und geäußert haben, dass Christus genau so wenig auferstanden sei, wie die frisch gelegten Eier eine rote Schale hätten. Als Bezeugung der Auferstehung sollen sich die vor ihm liegenden Eier rot gefärbt haben. Fertig war die Erklärung für den Brauch, an Ostern Eier zu färben.

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Nicht ohne Schokolade!

Viele Bräuche zu Ostern hatten ursprünglich nichts mit dem christlichen Feiertag zu tun. Erst später dichtete die Kirche entsprechende Geschichten hinzu, um den Zusammenhang etwa zu Osterhase und Ostereiern zu erklären. Fakt ist aber, dass sich diese Bräuche bis heute wacker geschlagen haben und zu einem festen Bestandteil des Osterfestes geworden sind. Schokohasen und leckere Ostereier mögen doch sicher alle gerne. Wen stört es da, dass die Kirche ausnahmsweise mal nicht hinter dem Ursprung dieser Bräuche steckt. Erfreuen wir uns lieber an den Leckereien zum Ende der Fastenzeit.

Auch wenn die Wettervorhersagen behaupten, dass Ostern kälter wird als das letzte Weihnachtsfest, wünschen wir euch tolle Osterfeiertage und ein schönes verlängertes Wochenende. Schokolade essen geht schließlich auch bei einstelligen Temperaturen.

Was für Osterbräuche kennst du? Lass es uns wissen, wir sind gespannt.