Wir haben den heutigen „Tag der verlorenen Socke“ zum Anlass genommen, uns einmal mit diesem Mythos zu beschäftigen. Ist da etwa jemand oder etwas in unserer Waschküche und wartet nur darauf uns unsere Socke zu stehlen? Gibt es das sagenumwogene Sockenmonster tatsächlich?

Theorie Nummer 1 – Die Sockenindustrie

Denken wir doch einmal an die profithungrigen Sockenhersteller. Es wäre doch möglich, dass sie bei jedem Paar Socken eine Socke so präparieren, dass sie sich nach einiger Zeit einfach auflöst, sobald sie mit Wasser in Berührung kommt – ein unglaubliches Verbrechen. Wir sind gezwungen uns neue Socken zu kaufen und sichern so den Erfolg der Hersteller.

Theorie Nummer 2 – Das hungrige Sockenmonster

Es lebt im Dunkeln, unerkannt und allein – das Sockenmonster. Niemand hat es je gesehen und doch sind wir uns seiner Existenz sicher. Die Beweise sprechen für sich. All die verschwundenen Socken können kein Zufall sein. Doch wie kommt das Monster in die Waschmaschine und wie wird man es wieder los? Diese Fragen sind bis heute noch ungeklärt.

Theorie Nummer 3 – Menschliches Versagen

Kommen wir wieder zurück zur Realität. Natürlich gibt es eine logische Erklärung für das Verschwinden unserer Socken. Die Lösung liegt bei uns selbst: Sobald wir die Waschmaschine überladen, kann es vorkommen, dass sich die eine oder andere Socke in den Schlitz zwischen der Waschtrommel und dem Gummiring der Tür verirrt. Tatsächlich kommt dies jedoch nur selten vor. Meistens verlieren wir unsere Socken einfach irgendwo beim Waschprozess, zum Beispiel bei unzureichender Befestigung an der Wäscheleine. Oft passiert es auch, dass wir sie einfach in der Waschmaschine übersehen und sie dort vergessen. Die einfache Lösung: Ein Wäschenetz. So bleiben in Zukunft alle Socken beisammen.

Die verschwundene Socke: eine Wissenschaft für sich

Das Thema beschäftigt längst nicht mehr nur verzweifelte Hausfrauen. Die beiden Wissenschaftler Dr. Geoff Ellis und Dr. Simone Moore haben sich eingehend mit dem Verschwinden von Socken beschäftigt und eine Formel aufgestellt, mit der sich die Wahrscheinlichkeit für einen Sockenverlust berechnen lässt:

(L(p x f) + C(t x s)) - (P x A)

„L“ steht dabei für die Waschmenge und wird aus den Personen im Haushalt (p) und der Häufigkeit der Waschgänge (f) berechnet. C steht für den Umfang und setzt sich aus den unterschiedlichen Waschgängen (t), zum Beispiel hell und dunkel, und der Anzahl der gewaschenen Socken (s) zusammen. „P“ rechnet die mehr oder weniger positive Einstellung zum Waschen mit ein. Dieser Wert reicht von 1 (ich trage lieber dreckige Kleidung als zu waschen) bis 5 (ich liebe waschen einfach über alles) und wird mit der Aufmerksamkeit (A) multipliziert, mit der man wäscht. Die Formel beweist: Die Wahrscheinlichkeit, eine Socke in der Waschmaschine zu verlieren, hängt stark mit der Waschmenge zusammen.*

 

Beim nächsten Waschgang brauchst du dir nicht länger Sorgen darüber machen, ob du nachher eine Socke weniger in deiner Wäsche findest. Belade deine Waschmaschine einfach nicht bis oben hin, benutze ein Wäschenetz und halte deine Wäsche auch nach dem Waschgang im Auge. So bleiben deine Socken da, wo sie hingehören. Eine Sorge weniger.

*Quelle: https://news.samsung.com/global/sock-horror-mystery-of-missing-socks-is-solved-scientists-reveal-why-socks-go-missing-in-the-wash-and-how-likely-it-is-to-happen