1. Einfach verweichlicht

Warum auch immer: Viele Männer verbinden Fußball mit rassigen, aber dennoch fairen Zweikämpfen. Mit Brutalität, aber doch Gerechtigkeit. Mit den größten Emotionen. Mittlerweile hat sich hier viel geändert: Bereits die kleinsten Berührungen werden als Foul abgepfiffen und mit Karten bestraft.

2. Mehr Tempo

Zwar sind die Frauen genauso talentiert wie ihre männlichen Kollegen, was ihr Tempo angeht müssen sie sich jedoch vor den Männern geschlagen geben. Vermutlich auch ein Grund, warum die Fußballspiele der männlichen National-Elf mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die durchschnittlich gelaufene Strecke der Spielerinnen ist zwar fast genauso lang wie die der Männer, durch die größere Muskelmasse laufen die Männer jedoch deutlich schneller.

3. Trikotwechsel ohne sexistische Hintergründe

Liegt auch auf der Hand: Wenn nach einem Spiel die Männer mit der gegnerischen Mannschaft die Trikots wechseln, dann geht das ohne Bedenken. Es ist einfach eine nette Geste zwischen den Konkurrenten. Jetzt stellen wir uns einfach mal vor, die Frauen würden dasselbe machen: Hier gäbe es bestimmt wieder Einwände, vielleicht nicht von Männern aber mit Sicherheit von irgendwelchen Feministinnen. Auch wäre das in manchen Ländern aufgrund Erregung öffentlichen Ärgernisses gar nicht möglich.

4. Das Männerding

Die vermutlich größte Problematik ist folgende: Fußball ist halt einfach so ein Männerding. Das gemeinsame Fußballgucken mit den Jungs bei Bier und Cola, Stadionbesuche der Lieblingsmannschaft, Beleidigungen gegen die gegnerische Mannschaft aussprechen oder einfach nur laut fluchen, weil der Schiri mal wieder ein falsches Foul gepfiffen hat. Ja, beim Fußball kann Mann sich richtig auslassen und auch einfach mal vulgär sein. Wenner am Freitag mit seinen Freunden Fußball gucken will, dann kann ihn nichts davon abhalten, auch nicht die tollste Freundin.

 

Übrigens: vor weniger als einem Jahrhundert, war der Fußball für Frauen verboten. 1955 gelangte der Deutsche Fußball Bund, dass Fußball für Frauen ungeeignet sei und Frauenfußballmannschaften waren offiziell nicht gestattet. Knappe 15 Jahre später wurde das Verbot dann aufgehoben und seit 1990 gibt es sogar eine eigene Frauen-Bundesliga. Den Titel zum Europameister konnte die deutsche Frauen National Elf bereits sieben Mal gewinnen – und das ohne abweichende Regeln zu der Männervariante.