Beleidigungen, Drohungen und Demütigungen via Internet sind inzwischen fast an der Tagesordnung. Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse ergab, dass von 1.000 Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren bereits 36% Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind. Inzwischen nutzen aber nicht mehr nur junge Leute das Internet zum privaten Austausch. Die Gefahr von Cyber-Mobbing und Cyber-Stalking stellt sich auch für ältere Internet-Nutzer. Treffen kann es jeden.

Die Gefahr des Cyber-Mobbings

Das Gefährliche beim Cyber-Mobbing: Unerwünschte Inhalte verbreiten sich im Internet rasend schnell. Und unkontrolliert. Außerdem können sie durch ihre unkontrollierbare Verbreitung in einen ganz neuen Zusammenhang gebracht werden. Besonders prekär sind intime Fotos und Videos. Wer einmal unbedacht Inhalte versendet oder in einem sozialen Netzwerk verbreitet hat, ahnt meist nicht, was sich daraus entwickeln kann. So kann Cyber-Mobbing letztlich jeden treffen.

Betroffene kennen die Täter

Inhalte im Netz lassen sich meist nur schwerlich wieder löschen. In den meisten Fällen kennen die Opfer von Cyber-Mobbing die Täter. Tatsächlich handelt es sich beim Cyber-Mobbing um bewusste Rufschädigung, eine Klage auf Unterlass und sogar auf Schadensersatz kann häufig durchgesetzt werden. Kennt man das Opfer nicht, wird es schwieriger. Eine Anzeige gegen unbekannt sollte man dennoch stellen. Inzwischen gibt es auch Profis, die man mit der Suche und Löschung von Inhalten beauftragen kann.

Die wichtigste Regel im Internet

Eine der zentralsten Tipps im Umgang mit dem Internet lautet schlicht und ergreifend: Vorsicht mit persönlichen Daten! So bietet man anderen wenig Angriffsfläche. Die individuellen Privatsphäre-Einstellungen sollten zudem genau eingestellt werden. In den meisten Plattformen lässt sich genau festlegen, welche Informationen man für wen freigibt. Zudem empfiehlt es sich, Freundeslisten nicht zu leichtfertig zu erweitern und lieber nur Leute aufzunehmen, mit denen man auch privat Kontakt hat. Auch Pseudonyme können schützen. Genau aus diesem Grund lernen sich Singles auf bildkontakte.de nur mit Nicknames kennen und geben nicht ihren richtigen Namen im Profil an.

Eine weitere Form der Internet-Kriminalität ist der sogenannte Romance-Scam. Er ist besonders auf Dating-Plattformen verbreitet und daher vor allem für dich als Mitglied eine Gefahren-Quelle. Wir haben bereits mehrfach zu diesem Thema berichtet.

Hier findest du wichtige Informationen und viele Kommentare von Betroffenen zu diesem Thema >>

Hast du bereits Erfahrungen mit Cyber-Mobbing gemacht?