Für das Versenden von Nacktbildern oder zumindest Bildern, auf denen mehr zu sehen ist, als der Normalo auf facebook und Co. preisgeben würde, gibt es inzwischen einen Fachbegriff: Sexting. Vor allem unter jungen Menschen erfreut sich dieser Trend immer größerer Beliebtheit. Kaum einer/eine ist sich dabei der Risiken bewusst. Denn durch das Versenden erotischer Fotos können diese ungewollt im Internet verbreitet werden. Wer sich gegen den Missbrauch seiner eigenen Aufnahmen schützen will, bekommt mit einer App der kalifornischen Start-ups Toyopa Group eine willkommene Option dazu.

 

Tool mit Selbstzerstörungsmodus

Bei der kostenlosen App Snapchat handelt es sich um einen Messenger, der die Selbstzerstörung der verschickten Fotos einleitet. Direkt über den Messenger können Fotos aufgenommen und mithilfe eines Scrolldown-Menüs ein Countdown von maximal 10 Sekunden eingestellt werden, der nach dem Öffnen der Aufnahme durch den Empfänger abläuft. Nach Ablauf der Zeit wird das Foto unwiderruflich gelöscht. Um das unerlaubte Speichern eines Bildes zu verhindern, prüft die App außerdem, ob im Hintergrund noch andere Programme laufen, etwa Screenshot-Apps. Wird bei der Prüfung ein derartiges Programm gefunden, wird die sofortige Löschung des Fotos eingeleitet und der Absender erhält eine Alarm-Meldung. Gegen das Abfotografieren mit einer herkömmlichen Kamera kann die App aber leider auch nichts machen.

 

Die Gefahr des Sextings

Für die meisten jungen Leute ist die Nutzung von Smartphones, Webcams und Tablets längst fester Bestandteil des Alltags geworden. Auch das Sexualverhalten hat sich durch die mediale Entwicklung stark verändert und passt sich zunehmend der Nutzung von digitalen Medien an. Dabei sind sich die wenigsten der Risiken bei zu leichtsinnigem Umgang damit bewusst. Das schnelle Versenden von Bildern und deren Botschaft steht im Vordergrund. Dass dabei regelmäßig anzügliche Bilder ungewollt im Internet landen, blenden viele aus. Vielleicht ist die Snapchat App ein erster Versuch, auf die Risiken von Sexting aufmerksam zu machen. Dennoch sollten vor allem Jugendliche frühzeitig für die Gefahren der digitalen Kommunikation sensibilisiert werden.

 

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