Nach einer aktuellen Untersuchung von Trend Mirco, einem Sicherheitsanbieter, ist Online-Banking gar nicht so sicher, wie viele Nutzer vermuten. Bei einer Untersuchung stellte sich raus, dass 84% der Angriffe erfolgreich waren. Viele Nutzer machen es den Online-Räubern zusätzlich einfach und nutzen falsche und damit leicht zu knackende Passwörter. Online-Gangster sind Profis auf ihrem Gebiet, dass sollte der Nutzer nie vergessen.

Das richtige Passwort

Das eigene Geburtsdatum oder sonstige persönliche Passwörter wie den eigenen Name oder Telefonnummer zu verwenden, macht es für die Online-Diebe in kurzer Zeit möglich, dein Passwort zu entschlüsseln. Sichere Passwörter sollten nicht aus einem einfachen Namen bestehen, sondern aus Zahlen, Sonderzeichen und einer Kombination zwischen Groß- und Kleinschreibung. Die Länge ist dabei ebenso entscheidend. Mindestens acht Zeichen soll das Passwort lang sein. Ein Beispiel für ein sicheres und damit schwer zu knackendes Passwort wäre: h7L()M2&.

Die Vorgehensweise

Das Internet hat es den Dieben noch einfacher gemacht. Ohne großen finanziellen Aufwand werden tausende von fingierten E-Mails, die so genannten Phishing-Mails versendet. Der Empfänger wird aufgefordert, persönliche Daten wie Passwörter oder Zugangsdaten preiszugeben. Begründungen gibt es viele. Häufig gäbe es ein Problem mit deiner Bank und dein Passwort müsse überprüft werden. Die erhalte E-Mail ist kaum von einer echten Mail der Hausbank zu unterscheiden und die Erfolgsquote für die Online-Diebe dementsprechend hoch. Die Betrüger werden immer fuchsiger und kreativer und ahmen die Schreiben der Banken so gut nach, dass selbst Profis die „Fakes“ nur noch schwer erkennen können. Da die Mails in HTML geschrieben werden, können die Internet-Gangster den scheinbar echten Link der Bank anzeigen, aber weitergeleitet werden die Informationen an eine gefälschte Webseite der Online-Diebe.

Schütz dich selbst

Das Passwort sicher zu gestalten ist das Erste und kann von jedem User selbst vorgenommen werden. Verschiedene Passwörter für unterschiedliche Accounts verringern ebenfalls das Risiko von Online-Schwindlern reingelegt zu werden.

Wichtig

Deine Bank würde dir nie eine Mail schicken um deine persönlichen PINs, TANs oder sonstige private Daten zu erfahren. Auch nicht wenn es zur Verbesserung der Kundenbindung zählt. Wenn du eine Mail von „deiner Bank“ bekommst und dir nicht sicher bist, dann ruf auf jeden Fall bei deiner Bank an und frage nach, ob die Mail auch wirklich vom ihnen stammt. Dann bist du immer auf der sicheren Seite.