Entstehung

Der Betrug an sich ist nichts neues, aber als das Internet kam witterten die kriminellen Banden ihre Chance. Etwa Mitte der 1980er Jahre begannen Banden, vor allem aus Nigeria hunderttausende E-Mails an ahnungslose Opfer zu verschicken. Den Empfängern wurde in schlechtem Englisch ein großer Gewinn versprochen. Gerne spielen Betrüger auch einen seriösen Geschäftspartner, der seine Opfer überredet an sogenannten Schneeballsystemen teilzunehmen, um sie dann zur (Vor)Kasse zu bitten.

Vorgehensweise

Methoden für diese Betrügereien existieren mittlerweile viele, doch eines haben alle gemeinsam, die Vorgehensweise. Dabei ist unwichtig was versprochen wird, ob nun ein unglaublicher Gewinn oder die Anfrage einem verschollenen Verwandten aus der Haft zu helfen oder auch die Aussicht auf eine vorteilhafte Partnerschaft. Die Betrüger sind auf das Geld aus. Um dies zu erreichen, zielen sie darauf ab ihre Opfer dazu zubringen ihnen Geld zu überweisen.

Dabei sind die Betrüger alles andere als unvorbereitet, sie haben nicht nur Rechnungen, z.B. für Rechtsanwaltskosten, sondern bei Interesse auch offizielle Dokumente von Behörden wie der „Central Bank of Nigeria“. Dies sind sich meist fiktive Behörden, in denen das Opfer als Gewinner eingetragen ist. Zusätzlich wird auch die Freigabe des Betrages von anderen wiederum fiktiven Behörden bestätigt, damit die Opfer davon überzeugt sind, dass das Geld bald eintreffen muss. Stattdessen fallen für das Opfer immer mehr und mehr Kosten an, diesmal für die deutschen Geschäftspartner, wie Provisionen, Verwaltungs- und Versicherungskosten. So entstehen am Ende durch die vielen Schwierigkeiten höhere Kosten, als die Höhe des Gewinns.

Trotzdem bleiben die Opfer meist im Verborgenen, vielleicht aus Scham oder aber weil sie die Hoffnung haben, dass der Gewinn doch noch überwiesen wird. Wird ein Opfer misstrauisch, schrecken die Betrüger nicht davor zurück sie persönlich zu treffen. Dies kommt allerdings nur durch das Arrangieren der Geldübergabe zustande und wenn auch nur im Ausland, die Täter bevorzugen hier oft London, Madrid oder Amsterdam.

Obwohl alle Geschichten einfach unglaublich wirken und überall vor Internetbetrug gewarnt wird, fallen immer neue leichtgläubige Opfer auf die Mails rein. Hier kann nur spekuliert werden warum dies so ist. So spielt die Neugier der Menschen eine große Rolle, aber auch die Hoffnung auf ein richtiges Schnäppchen und den riesigen Gewinn.

Risiken

So schlimm der Verlust des Geldes für die Opfer ist, so überraschend kommt die Erkenntnis, dass man sich vielleicht sogar selbst strafbar gemacht hat. So helfen sie Betrügern auch manchmal dabei Geld zu waschen, in dem sie ihr Konto als Zwischenstation zur Verfügung stellen und dafür eine Provision bekommen. Zwar ahnen viele Opfer nicht, dass das Geld aus kriminellen Handlungen her rührt. Hier trifft das Sprichwort „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ zu 100% zu, also Achtung bei solchen Anfragen und am besten gleich zur Polizei gehen.

Dieser Warnhinweis gilt auch, wenn sie gebeten werden Bürge zu sein, denn auch das ist eine Masche von den Scam-Betrügern. Die Betrüger nehmen einen Kredit auf und sie müssen dafür haften, da sie hier zusätzlich zu dem Verlust des Geldes noch die Zinsen zahlen müssen ist hier extra vorsichtig geboten.

Tipp

Damit ihr in Zukunft keinem dieser Scam-Betrüger auf den Leim geht, stehen wir euch nun jede Woche mit einem neuen Tipp zur Seite. Wir werden euch zeigen, was die Masche der Betrüger ist, damit ihr sofort merkt, wenn ihr eine „Fake“-Email bekommt. Ihr könnt verdächtige Emails auch der Polizei melden. Wir raten euch in jedem Fall auch im Internet vorsichtig zu sein und nicht jeder Email zu vertrauen, besonders wenn euch der Absender unbekannt ist.

Um noch mehr über die Tricks der Betrüger zu erfahren, solltest du dir unseren Artikel über "Phishing" durchlesen.