Negative Handlungen des Partners/der Partnerin in der Vergangenheit erscheinen weniger schlimm, wenn es in der Partnerschaft ein gefestigtes Vertrauensverhältnis gibt. Die Northwestern University und das Redeemer University College wollten wissen, wie sich Vertrauen auf die Erinnerung an Fehlverhalten auswirkt. Das Ergebnis: Paare, die ein starkes Vertrauensverhältnis zueinander haben, empfinden Ausrutscher des Partners im Nachhinein als weniger schlimm.

Macht Vertrauen blind?

Gegenteilig nehmen Menschen, die ihrem Partner/ihrer Partnerin wenig vertrauen, das Fehlverhalten ihres Partners/ihrer Partnerin rückblickend negativer wahr, als sie es ursprünglich angenommen haben. Erinnerungen jeglicher Art in einer Partnerschaft hängen demnach stark damit zusammen, welches Bild man vom Partner/von der Partnerin und der Beziehung hat. Entsprechend ließe sich behaupten, dass Vertrauen blind machen kann. Allerdings hängt der Faktor dieser Tendenz auch von der individuellen Entwicklung und der Erziehung ab.

Keine Chance ohne Vertrauen?

Experten glauben übrigens nicht, dass eine Beziehung mit weniger Vertrauen zum Scheitern verurteilt ist. Schließlich hänge eine intakte Partnerschaft von mehreren Faktoren ab, nicht nur vom Vertrauensgrad. Zwar sei eine Beziehung mit keinem oder wenig Vertrauen etwas komplizierter, aber dennoch möglich. Generell gilt aber: Je kompatibler die beiden Partner sind, desto besser funktioniert die Beziehung.

Glaubst du, dass du das Fehlverhalten deines Partners/deiner Partnerin eher verzeihst, wenn du ihm/ihr mehr vertraust?

Quelle: pressetext