Wieso gerade Freitag der 13.?

Für die besondere Bedeutung dieses Tags gibt es bereits viele Erklärungsversuche. Die plausibelste Erklärung begründet sich in der Bedeutung der Zahl 13 und des Freitags. Beide gelten als Unglückssymbole.

Die Zahl 13 wird oft mit einem großen Chaos verbunden. Sie fällt aus vielen Ordnungen heraus: Die Zahl 12 gilt als vollkommen. Es gibt 12 Monate, zwei mal 12 Stunden am Tag, 12 verschiedene Ziffern, 12 Tierkreiszeichen, 12 Apostel und 12 Sterne auf der Flagge der europäischen Union. Die Zahl 13 stellt in diesem System einen Bruch dar. In einigen Bereichen des alltäglichen Lebens wird die Zahl 13 sogar gemieden. In vielen Flugzeugen gibt keine Sitzreihe 13, in Krankenhäusern und Hotels kein Zimmer mit der Nummer 13 und in einigen Hochhäusern keinen 13. Stock.

Der Überlieferung nach soll Jesus an einem Freitag gekreuzigt worden sein. Daher hat auch der Freitag eine negative Konnotation im Christentum. Am Freitag den 13. fallen beide Unglückssymbole zusammen und verbreiten somit Angst und Schrecken.

Freitag der 13. – eine Gefahr?

An Freitagen ist die Unfallgefahr durch das erhöhte Verkehrsaufkommen zwar generell etwas höher, als an anderen Tagen, tatsächlich passieren aber am Freitag den 13. deutlich weniger Unfälle als an andere Freitagen. Das kann mit der erhöhten Vorsicht der Menschen zusammenhängen, die an die Bedeutung dieses Tags glauben. Aus statistischer Sicht ist der Freitag der 13. demnach alles andere als ein Unglückstag. Wir müssen uns, um diesen Tag zu überstehen, also nicht zu Hause verkriechen.

Aberglaube in Deutschland

Eine schwarze Katze von Links bringt Unglück. Laufe niemals unter einer ausgeklappten Leiter her. Zerbricht man einen Spiegel, hat man sieben Jahre Pech. Auch heute ist der Aberglaube für viele Menschen noch ein Teil ihres Lebens.

Auch wenn ihm in der heutigen Zeit nicht mehr die Bedeutung beigemessen wird, die er einmal hatte, so kann sich wahrscheinlich keiner vollständig vom Aberglauben freisprechen. Jeder hat schon mal einen Satz angefangen mit „Es bring Glück, wenn…“ oder „Es bring Pech, wenn…“. Beim auspusten der Kerzen auf der Geburtstagstorte wünschen wir uns im Stillen etwas. Das dürfen wir auf keinen Fall Laut aussprechen, sonst geht es nicht in Erfüllung.  Genauso ist es, wenn wir eine Sternschnuppe sehen, eine Münze in einen Brunnen werfen oder eine Wimper wegpusten. Vor wichtigen Prüfungen stecken wir einen Talisman oder Glücksbringer ein – das kann ja nicht schaden. Vermutlich gibt es noch viele weitere Situationen im Alltag, in denen wir abergläubisch sind, ohne es überhaupt zu merken.

 

Ein klein bisschen Aberglaube ist ganz normal. Der Glaube, dass uns etwas Glück bringen kann, hilft uns Situationen besser zu überstehen. Wir fühlen uns sicherer und selbstbewusster. Ähnlich ist es auch mit dem Glauben an ein bevorstehendes Unheil. Wir verhalten uns automatisch vorsichtiger und verringern so die Gefahr eines tatsächlichen Unglücks.